Über die Hälfte der Bevölkerung trägt eine Brille oder Kontaktlinsen zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten. Dadurch wird deutlich, wie wichtig gutes Sehen für Lernen, Arbeit und Alltag ist. 

Was ist gutes Sehen? 
Außer für die Teilnahme am Straßenverkehr und für die Bedienung bestimmter Maschinen gibt es keine Definition. Gutes Sehen ist eine subjektive Empfindung und entsprechend vielfältig. 

Zu den Fehlsichtigkeiten gehören Kurz- und Weitsichtigkeit (Myopie und Hyperopie), Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) und Alterssichtigkeit (Presbyopie).


 

Ein Auge wird als rechtsichtig (emmetrop) bezeichnet, wenn angeblickte Gegenstände ohne eine optische Korrektur deutlich und unverzerrt wahrgenommen werden können.
 

 

Eine Myopie wird meistens durch eine zu lange Baulänge des Auges verursacht. Lichtstrahlen treffen sich beim Blick in die Ferne nicht auf der Netzhaut, sondern davor. Durch die Korrektion mit entsprechenden Minuslinsen wird die Lichtbrechung der Strahlen so verändert, dass das Gesehene auf der Netzhaut abgebildet wird und somit ein deutlicher und unverzerrter Seheindruck entsteht. 

Ohne Brille können Myope sehr gut in der Nähe sehen, oftmals ist sogar das Lesen in einer Entfernung von 10 cm vor dem Auge noch möglich.
 

 

Hyperopie wird meistens durch eine zu kurze Baulänge des Auges verursacht. Die Lichtstrahlen treffen beim Blick in die Ferne nicht auf der Netzhaut auf, sondern dahinter. Weitsichtigkeit wird mit Pluslinsen korrigiert, durch die der Lichteinfall vor dem Auge so gesteuert wird, dass das Gesehene exakt auf der Netzhaut abgebildet wird.
 

 

Ein Astigmatismus kann mehrere Ursachen haben. Die häufigste Ursache ist eine unregelmäßig gekrümmte Hornhaut (daher auch die volkstümliche Bezeichnung Hornhautverkrümmung). Diese Unregelmäßigkeiten bewirken eine verzerrte Abbildung des angeblickten Gegenstandes.
 

 

Die Augenlinse verliert mit zunehmendem Alter an Elastizität und damit ihre Fähigkeit sich zu krümmen. Das Krümmen der Augenlinse ist verantwortlich dafür, dass Gegenstände in der Nähe deutlich gesehen werden können. Der Alterungsprozess der Augenlinse beginnt bereits im ersten Lebensjahrzehnt. Etwa ab dem 

40. Lebensjahr macht sich dieser Prozess bemerkbar, indem ?die Arme zu kurz werden? zum Zeitunglesen.
 

 

Die Sonne ist die wichtigste UV-Strahlenquelle. Ihre UV-Intensität ist auch in Bodennähe noch hoch genug, um Einfluss auf die Gesundheit des Menschen zu nehmen. Ein Großteil der UV-Strahlung wird durch die Ozonhülle noch vor Eintritt in die Erdatmosphäre gefiltert. Durch vielerlei Einflüsse ist die Ozonschicht immer dünner geworden, in Teilgegenden bereits aufgerissen. Dadurch ist der Anteil der UV-Strahlung bis auf ein gesundheitsschädigendes Maß angestiegen. UV-Strahlung ist für den Menschen nicht sichtbar und kann nicht durch andere Sinnesorgane wahrgenommen werden. 

Neben der Haut sollte auch das Auge vor der gefährlichen Strahlung geschützt werden. Sonnenschutzgläser müssen laut Medizinproduktgesetz der UV-Schutzklasse 3 zugehören. Auch farblose Brillengläser haben einen UV-Filter der UV-Schutzklasse 3. Die UV-Schutzklasse ist unabhängig von der Tönung einer Brille.